Die Hautbarriere der Katze ist die äußerste Schicht ihrer Haut, die Hornschicht. Sie besteht aus abgestorbenen, verhornten Hautzellen und aus Hautfetten, den Lipiden, die diese Zellen wie Mörtel verbinden. Die wichtigsten Lipide sind Ceramide, Cholesterin und freie Fettsäuren. Gemeinsam halten sie Wasser in der Haut und Keime, Allergene und Reizstoffe draußen.
Bei Katzen ist diese Schutzschicht besonders dünn. Fehlen ihr Lipide, verliert die Haut deshalb schnell Wasser: Sie wird trocken und empfindlich, beginnt zu jucken und bildet Schuppen. Katzen mit Allergien verlieren zudem mehr Wasser über die Haut als gesunde Katzen.
In diesem Beitrag erfährst du, wie die Haut deiner Katze aufgebaut ist und wie ihre Hautbarriere funktioniert. Anschließend erklären wir, wodurch die Barriere gestört wird, woran du trockene, empfindliche und allergiegeneigte Katzenhaut erkennst und wie du die Hautbarriere mit Ceramiden, Lipiden und Feuchtigkeit Schritt für Schritt stärkst.
Das Wichtigste in Kürze
· Die Haut der Katze hat drei Schichten: Unterhaut, Lederhaut und Oberhaut. Die Hautbarriere sitzt ganz oben, in der Hornschicht der Oberhaut.
· Die Hornschicht der Katze ist 3 bis 35 Mikrometer dick, die des Hundes 5 bis 150 Mikrometer.
· Ceramide, Cholesterin und freie Fettsäuren liegen in der Hornschicht in etwa gleichen Anteilen vor und dichten die Haut nur gemeinsam ab.
· Gestört wird die Barriere vor allem durch Lipidmangel, trockene Heizungsluft und zu häufiges Putzen. Auch Parasiten, Allergien und innere Erkrankungen schädigen sie.
· Eine gestörte Hautbarriere zeigt sich durch feine weiße Schuppen, raue oder gerötete Stellen, stumpfes Fell und Juckreiz.
· Stärken lässt sich die Barriere mit einer Pflege aus Ceramiden und Feuchthaltemitteln, einem Futter mit tierischem Fett und 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.
· Ätherische Öle gehören nicht auf Katzenhaut, weil die Katzenleber bestimmte Inhaltsstoffe kaum abbauen kann.
Wie ist die Hautbarriere der Katze aufgebaut?
Die Hautbarriere ist kein eigenes Organ, sondern die Schutzfunktion der obersten Hautschicht. Damit sie funktioniert, arbeiten alle drei Hautschichten zusammen: Die unteren Schichten versorgen die Oberhaut, und die Oberhaut bildet daraus die schützende Hornschicht.
Drei Hautschichten: Unterhaut, Lederhaut und Oberhaut
Die Haut ist das größte Organ der Katze. Je nach Alter macht sie 12 bis 24 Prozent ihres Körpergewichts aus. Insgesamt ist sie je nach Körperstelle 0,4 bis 3,6 Millimeter dick.
Ganz innen liegt die Unterhaut (Subkutis). Ihr Fettgewebe isoliert gegen Kälte, speichert Energie und Flüssigkeit und dämpft Stöße. Darüber folgt die Lederhaut (Dermis). In ihr verlaufen Blutgefäße und Nerven, hier wurzeln die Haare, und hier sitzen die Talgdrüsen. Die Lederhaut bildet außerdem Kollagen, ein Eiweiß, das der Haut Festigkeit gibt, und versorgt die darüberliegende Oberhaut mit Nährstoffen.
Die Oberhaut (Epidermis) erneuert sich ständig. In ihrer untersten Lage, der Basalzellschicht, entstehen neue Zellen. Sie wandern nach oben, verhornen dabei und sterben ab. Diesen Vorgang nennt man Verhornung oder Keratinisierung. Am Ende liegt an der Oberfläche eine dichte Lage abgestorbener Zellen: die Hornschicht, also die eigentliche Hautbarriere. Ihre obersten Zellen lösen sich laufend ab und werden von unten ersetzt. Bringt eine Entzündung oder Krankheit diesen Ablauf durcheinander, lösen sich zu viele Zellen auf einmal, und es entstehen Schuppen.
Warum die Katzenhaut so dünn ist
Im Vergleich zu Hund und Mensch ist die Oberhaut der Katze sehr dünn. An behaarten Stellen besteht sie oft aus nur zwei bis drei Zellschichten. Ihre Hornschicht misst 3 bis 35 Mikrometer (µm), die des Hundes 5 bis 150 µm. Ein Mikrometer ist ein Tausendstel Millimeter. Auch die Stachelzellschicht, in der die Haut die Lipide für die Hornschicht vorbereitet, hat bei Katzen nur ein bis zwei Zelllagen, beim Menschen dagegen bis zu vier. Am dicksten ist die Oberhaut am Rücken, zum Bauch und zu den Pfoten hin wird sie dünner.
Einen Teil dieses Nachteils gleicht das Fell aus. Aus jeder Haaröffnung wachsen bei Katzen ein zentrales Haar und 3 bis 15 kleinere Haare. Wo das Fell dünn ist, an Bauch, Achseln und Leiste, liegt die Haut allerdings fast ungeschützt.
Ziegel und Mörtel: So dichtet die Hornschicht ab
Die Hornschicht ist wie eine Mauer aufgebaut. Die Ziegel sind die abgestorbenen Hornzellen, Fachleute nennen sie Korneozyten. Den Mörtel dazwischen bilden Lipide, die in dünnen Schichten übereinanderliegen. Solange dieser Mörtel lückenlos ist, verdunstet kaum Wasser nach außen, und Allergene und Keime gelangen kaum nach innen.
Der Mörtel besteht aus drei Gruppen von Lipiden. Sie liegen in etwa gleichen Mengen vor und dichten die Haut nur gemeinsam ab:
· Ceramide sind wachsartige Lipide, die die Haut selbst bildet. Sie sind die größte Lipidgruppe der Hornschicht und bestimmen mit, wie viel Wasser die Hornschicht speichern kann.
· Cholesterin hält die Lipidschichten geschmeidig. Ohne Cholesterin werden sie starr und brechen.
· Freie Fettsäuren sind Fettsäuren, die nicht an andere Moleküle gebunden sind. Sie halten die Hautoberfläche leicht sauer. Ein Teil von ihnen stammt aus essenziellen Fettsäuren im Futter, also aus Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Die Haut braucht diese außerdem, um Ceramide zu bilden.
Beim Menschen machen Ceramide nach Gewicht 45 bis 50 Prozent dieser Lipide aus, Cholesterin etwa 25 Prozent und freie Fettsäuren 10 bis 15 Prozent. Für Katzen hat diese Anteile noch niemand gemessen.
Feuchtigkeit: Warum die Hornschicht Wasser braucht
Die Lipide dichten die Hornschicht nicht nur ab, sie halten auch das Wasser in ihr fest. Das ist nötig, denn nur eine feuchte Hornschicht bleibt elastisch. Trocknet sie aus, wird sie rau und rissig, und durch die Risse verdunstet noch mehr Wasser. Beim Menschen und beim Hund hilft zusätzlich das Hauteiweiß Filaggrin, das die Hornzellen zusammenhält und Stoffe liefert, die Feuchtigkeit binden. Bei Katzen wurde Filaggrin bisher nicht untersucht.
Wie feucht die Katzenhaut ist, hängt von der Körperstelle ab. Das zeigt eine Studie an 20 gesunden Europäischen Kurzhaarkatzen. Die Forschenden maßen dort zum einen den transepidermalen Wasserverlust (TEWL), also wie viel Wasser pro Stunde und Quadratmeter durch die Haut nach außen verdunstet. Zum anderen bestimmten sie die Hautfeuchtigkeit mit einem Corneometer, einem Messgerät, das den Wassergehalt der Hornschicht in Corneometer-Einheiten (CU) angibt:
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Messwert |
Höchster Wert |
Niedrigster Wert |
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Wasserverlust (TEWL) |
Achsel: 18,22 g/h/m² |
unterer Rücken: 10,53 g/h/m² |
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Hautfeuchtigkeit |
Leiste: 18,29 CU |
unterer Rücken: 4,62 CU |
Am meisten Wasser verliert die Katzenhaut demnach in der dünn behaarten Achsel. Am trockensten ist sie am unteren Rücken, und genau dort fallen Schuppen meist zuerst auf.
Talg: das Fett auf dem Fell
Neben den Barrierelipiden bildet die Katzenhaut ein zweites Fett: den Talg. Er stammt aus den Talgdrüsen in der Lederhaut, die bei Katzen vor allem im Gesicht, am Rücken und am Schwanz zahlreich sind. Talg besteht unter anderem aus Triglyceriden (Neutralfetten), Wachsen, Fettsäuren und Cholesterin. Er legt sich auf Haut und Fell, lässt das Fell glänzen und hemmt Keime. Talg liegt jedoch auf der Hornschicht, die Barrierelipide liegen zwischen den Hornzellen. Deshalb kann eine Katze fettiges Fell und gleichzeitig trockene, schuppige Haut haben.
Säureschutzmantel, Hautmikrobiom und Immunsystem
Die freien Fettsäuren sorgen dafür, dass die Hautoberfläche leicht sauer ist. Wie sauer oder basisch eine Oberfläche ist, gibt der pH-Wert an: Werte unter 7 sind sauer, 7 ist neutral, Werte darüber sind basisch. Eine leicht saure Hautoberfläche, der sogenannte Säureschutzmantel, hemmt viele Krankheitserreger. Bei gesunden Katzen liegt der pH-Wert der Haut bei etwa 6,4 bis 6,6, bei Katern etwas höher als bei Katzen. Menschenhaut ist mit etwa 4,8 deutlich saurer, Hundehaut liegt mit etwa 7,4 im neutralen Bereich.
Auf diesem leicht sauren Untergrund lebt das Hautmikrobiom, also die Gemeinschaft aus Bakterien und Pilzen auf gesunder Haut. Ist die Barriere gestört, gerät dieses Gleichgewicht durcheinander. Bei allergischen Katzen überwiegen dann oft Staphylokokken, Bakterien, die bei starker Vermehrung Hautentzündungen auslösen. Unter der Hornschicht wacht zusätzlich das Immunsystem der Haut. Dringen Allergene durch eine undichte Hornschicht ein, reagiert es mit einer Entzündung, und diese Entzündung schädigt die Hornschicht weiter.
Im Überblick unterscheidet sich die Katzenhaut so von Hunde- und Menschenhaut:
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Merkmal |
Katze |
Hund |
Mensch |
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Dicke der Hornschicht |
ca. 3–35 µm |
ca. 5–150 µm |
mehr als 20 Zelllagen |
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Zellschichten der behaarten Oberhaut |
oft 2–3 |
3–5 |
deutlich mehr |
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pH-Wert der Hautoberfläche |
ca. 6,4–6,6 |
ca. 7,4 |
ca. 4,8 |
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Eigene Fellpflege |
Putzen mit der Zunge |
kaum |
Waschen und Cremen |
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Aufnahme von Pflegeprodukten |
hoch, weil die Katze alles ableckt |
mittel |
gering |
Wie wird die Hautbarriere der Katze gestört?
Aus dem Aufbau ergibt sich, wo die Hautbarriere angreifbar ist. Fehlt Mörtel, entstehen Lücken, durch die Wasser verdunstet. Wird die Hornschicht abgetragen, fehlt ein Teil der Mauer selbst. Genau das passiert bei Lipidmangel, bei Wasserverlust durch trockene Luft und bei zu häufigem Putzen oder Waschen. Hinzu kommen Erkrankungen, die die Haut entzünden.
Lipidmangel
Fehlen der Hornschicht Ceramide, Cholesterin oder freie Fettsäuren, entstehen Lücken im Mörtel. Die Haut verliert dann mehr Wasser und kann weniger speichern. Häufige Gründe für einen Lipidmangel sind ein Futter mit zu wenig tierischem Fett, eine Stoffwechselerkrankung oder das Alter. Bei Hunden und Menschen sinkt der Ceramidgehalt der Haut mit den Jahren; bei Katzen ist das noch nicht untersucht. Was sich an der Haut älterer Katzen sonst verändert, erklären wir im Beitrag Hautprobleme bei älteren Katzen, wenn der Stoffwechsel nachlässt. Welche Fettsäuren Katzen aus dem Futter brauchen, liest du weiter unten im Abschnitt „Lipide über das Futter“.
Wasserverlust durch trockene Luft
Eine Hornschicht mit Lücken verliert ohnehin mehr Wasser, und trockene Luft beschleunigt diesen Verlust. In geheizten Wohnungen sinkt die Luftfeuchtigkeit im Winter oft unter 30 Prozent. Unter diesem Wert reizt die Luft Haut und Schleimhäute. Wie stark trockene Luft speziell die Katzenhaut austrocknet, hat zwar noch niemand gemessen. Wohnungskatzen, die im Winter stundenlang auf der Heizung liegen, sind dieser Luft aber besonders stark ausgesetzt.
Zu häufiges Putzen und Waschen
Wird die Haut zu oft gereinigt, trägt das die Hornschicht ab. Bei Katzen übernimmt die Reinigung meist die Katze selbst. Normales Putzen schützt die Haut sogar, denn die Katze verteilt dabei den Talg im Fell und entfernt Schmutz, lose Haare und Hautschüppchen. Bezogen auf die Zeit, in der sie wach sind, putzen sich Katzen bis zu 24 Prozent, rund 2,4 Stunden am Tag.
Leckt sich eine Katze jedoch wegen Juckreiz, Stress oder Schmerzen immer wieder an derselben Stelle, trägt ihre raue Zunge die Hornschicht nach und nach ab. Wie empfindlich die Katzenhaut darauf reagiert, zeigt ein Experiment: Forschende zogen bei zehn gesunden Katzen die Hornschicht schrittweise mit Klebestreifen ab, und mit jedem Streifen stieg der Wasserverlust. An ständig abgeleckten Stellen läuft Ähnliches ab. Die Haut verliert Wasser und juckt stärker, also leckt die Katze noch mehr. So entstehen kahle, gerötete Stellen. Wie Stress auf die Katzenhaut wirkt, erklären wir im Beitrag Stressbedingte Hautprobleme bei Katzen.
Seltener entfettet der Mensch die Katzenhaut, etwa mit Shampoo, parfümierten Feuchttüchern oder alkoholhaltigen Lösungen. Shampoo löst neben Schmutz auch Talg und Barrierelipide. Tierärzte raten deshalb davon ab, gesunde Katzen regelmäßig zu baden.
Parasiten, Allergien und innere Erkrankungen
Flöhe, Milben, Hautpilz und Allergien entzünden die Haut. Die Katze kratzt und leckt sich, und die Hornschicht wird zusätzlich abgetragen. In diesen Fällen ist die trockene Haut ein Symptom: Pflege lindert sie, beseitigt aber nicht die Ursache. Woran du die häufigsten Auslöser erkennst, erklären wir im Beitrag Deine Katze kratzt sich ständig? Das kann dahinterstecken.
Auch Nierenerkrankungen, Diabetes und eine Schilddrüsenüberfunktion können Schuppen verursachen. Diabetes und Schilddrüsenüberfunktion machen die Haut außerdem dünn und trocken.
Wie äußert sich eine gestörte Hautbarriere bei der Katze?
Je nach Ursache zeigt sich eine gestörte Hautbarriere unterschiedlich. Trockene Katzenhaut erkennst du an feinen weißen Schuppen, rauen Stellen und stumpfem Fell. Empfindliche Haut rötet sich schnell und juckt. Bei allergiegeneigter Haut kehrt der Juckreiz immer wieder.
Trockene Haut und Schuppen bei der Katze
Schuppen sind Hautzellen, die sich in größeren Mengen lösen und im Fell hängen bleiben. Sie entstehen, wenn die Verhornung der Oberhaut aus dem Gleichgewicht gerät. Tierärzte sprechen dann von Seborrhoe, bei trockenen, weißen Schuppen von trockener Seborrhoe oder Seborrhoea sicca. Welche Ursache hinter den Schuppen steckt, verraten oft ihre Stelle und ihr Aussehen. Die Diagnose stellt aber die Tierarztpraxis.
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Was du siehst |
Mögliche Ursache |
Was du tun kannst |
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Schuppen am unteren Rücken und am Schwanzansatz |
Die Katze erreicht die Stelle beim Putzen nicht, etwa wegen Übergewicht oder Arthrose |
Bürsten, Gewicht reduzieren, Schmerzen abklären lassen |
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Feine weiße Schuppen im ganzen Fell, vor allem im Winter |
Trockene Heizungsluft, geschwächte Hautbarriere |
Luftfeuchtigkeit messen, Barrierepflege |
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Schuppen, die sich bewegen, vor allem auf dem Rücken |
Cheyletiella-Milben |
Tierarzt, alle Tiere im Haushalt mitbehandeln |
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Schuppen und fettiges Fell zugleich |
Talgstau, Verhornungsstörung, Hefepilze |
Tierarzt, Bürsten als Putzhilfe |
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Schuppen mit Krusten, Knötchen oder kahlen Stellen |
Flöhe, Milben, Allergie, Hautpilz |
Tierarzt |
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Schuppen bei einer älteren Katze, die mehr trinkt oder abnimmt |
Nierenerkrankung, Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion |
Blutuntersuchung |
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Starke Schuppen bei einer jungen Perserkatze |
Angeborene Verhornungsstörung, die primäre Seborrhoe |
Dauerhafte tierärztliche Betreuung |
Bei vielen Katzen fallen Schuppen zuerst am Rücken und am Schwanzansatz auf. Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen ist die Haut dort, wie die Messwerte oben zeigen, ohnehin am trockensten. Zum anderen erreichen übergewichtige Katzen und Katzen mit Arthrose, einer schmerzhaften Gelenkerkrankung, diese Stellen beim Putzen nicht mehr. Der Talg bleibt dann im Fell, während die Hornschicht darunter austrocknet. So entsteht das typische Bild aus fettigem Fell und Schuppen.
Im Winter verstärken Heizungsluft und weniger Bewegung das Problem. Beim Fellwechsel im Frühjahr und Herbst fallen Schuppen dagegen vor allem deshalb auf, weil du mehr Haare ausbürstest. Ein paar Schuppen nach dem Bürsten sind daher meist harmlos. Werden es über mehrere Wochen mehr, steckt wahrscheinlich eine andere Ursache dahinter.
Schuppen oder Milben?
Nicht alles, was wie Schuppen aussieht, sind auch Schuppen. Cheyletiella-Milben sind große, helle Milben, die auf der Hautoberfläche leben und herumlaufen. Mit bloßem Auge sehen sie aus wie Schuppen, unter einer Lupe erkennst du aber manchmal, dass sich die „Schuppen“ bewegen. Die Milben sind ansteckend, auch für Hunde und Menschen. Deshalb gehören sie in tierärztliche Behandlung.
Empfindliche und allergiegeneigte Haut
Allergische Hauterkrankungen der Katze heißen in der Tiermedizin Feline Atopic Skin Syndrome, kurz FASS. Atopisch bedeutet, dass ein Tier eine angeborene Neigung hat, auf Umweltallergene wie Hausstaubmilben oder Pollen allergisch zu reagieren. Typisch für betroffene Katzen sind starker Juckreiz an Kopf und Hals, kleine verkrustete Knötchen im Fell und kahl geleckte Stellen an Bauch, Innenschenkeln und Flanken. Als Ursachen nennt das Merck Veterinary Manual eine erbliche Veranlagung, ein fehlgesteuertes Immunsystem und eine gestörte Hautbarriere.
Mehrere kleine Studien stützen den Zusammenhang mit der Barriere. So verloren 39 allergische Katzen an der Ohrmuschel mehr Wasser als 39 gesunde Katzen. Katzen mit Umweltallergie hatten außerdem im Schnitt einen höheren Wasserverlust und trockenere Haut in der Leiste. Ob die durchlässige Barriere Ursache oder Folge der Allergie ist, ist bei Katzen allerdings noch nicht geklärt. Barrierepflege lindert deshalb Trockenheit und Juckreiz, die Allergie selbst behandelt aber die Tierarztpraxis.
Welche Katzen besonders oft empfindliche Haut haben
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Katze |
Was die Hautbarriere belastet |
Worauf du achtest |
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Allergische Katzen |
Höherer Wasserverlust, mehr Staphylokokken auf der Haut |
Allergie behandeln lassen, Haut begleitend pflegen |
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Ältere Katzen |
Putzen sich weniger, oft wegen Gelenkschmerzen |
Rücken und Schwanzansatz bürsten |
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Übergewichtige Katzen |
Erreichen den unteren Rücken nicht |
Abnehmen nach tierärztlichem Plan |
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Langhaarkatzen |
Unter verfilztem Fell kommt keine Luft an die Haut |
Täglich bürsten, Filz nie herausreißen |
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Haarlose Katzen wie die Sphynx |
Kein Fell, das den Talg aufnimmt und die Haut schützt |
Talg sanft abwischen, ohne die Haut zu entfetten |
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Kitten |
Die Hautbarriere ist noch nicht ausgereift |
Kein Shampoo und keine Pflege ohne Rücksprache |
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Wohnungskatzen im Winter |
Trockene Heizungsluft, Liegen auf der Heizung |
Luftfeuchtigkeit messen, Decke auf die Heizungsliege |
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Gestresste Katzen |
Putzen sich manchmal kahl |
Auslöser suchen, Rückzugsorte und Beschäftigung |
Ist gerade eine Katze bei dir eingezogen, findest du passende Tipps im Beitrag Neue Katze eingezogen? So schützt du Haut und Fell deiner Katze.
Was hilft gegen eine gestörte Hautbarriere bei der Katze?
Weil die Hautbarriere aus Lipiden und Feuchtigkeit besteht, setzt die Pflege genau dort an. Von außen ergänzt du Lipide und Feuchthaltemittel. Über das Futter lieferst du die Bausteine, aus denen die Haut neue Lipide bildet. Und du schützt die Haut vor allem, was sie entfettet, austrocknet oder reizt.
Ceramide, Lipide und Feuchtigkeit von außen
Eine Hautpflege für Katzen sollte die Lücken im Lipidmörtel füllen und Wasser in der Hornschicht binden. Dafür gibt es zwei Gruppen von Wirkstoffen:
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Wirkstoffgruppe |
Was sie tut |
Beispiele |
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Emollienzien, also rückfettende Stoffe |
Füllen Lücken zwischen den Hornzellen und senken den Wasserverlust |
Ceramide, Cholesterin, Fettsäuren, pflanzliche Lipide |
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Humectants, also Feuchthaltemittel |
Ziehen Wasser an und halten es in der Hornschicht |
Glycerin, Hyaluronsäure, kolloidaler Hafer, Harnstoff |
Hyaluronsäure ist ein Stoff, den der Körper selbst bildet und der große Mengen Wasser bindet. Kolloidaler Hafer ist sehr fein gemahlener Hafer, der sich in Wasser fein verteilt und Juckreiz lindert.
Dass solche Pflege bei Katzen wirkt, zeigen erste kleine Studien. In einer Untersuchung bekamen zehn übergewichtige Katzen mit Schuppen einmal pro Woche ein Spot-on mit Hautlipiden, also eine Flüssigkeit, die in den Nacken getropft wird. Ihre Haut besserte sich deutlich. Bei 17 Katzen mit Verhornungsstörungen ging die Schuppenbildung mit einer äußerlichen Pflege um 70,5 Prozent zurück. Für allergische Katzen hat bisher allerdings keine Studie gezeigt, dass Pflegeprodukte die Hautbarriere vollständig wiederherstellen.
Lipide über das Futter
Damit die Haut selbst genug Lipide bilden kann, braucht sie Bausteine aus dem Futter. Für Hund und Katze sind die Omega-6-Fettsäure Linolsäure und die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure essenziell. Für Katzen kommt die Omega-6-Fettsäure Arachidonsäure hinzu.
Der Grund dafür ist ein Enzym namens Delta-6-Desaturase, das Fettsäuren aus dem Futter in andere Fettsäuren umbaut. Bei Katzen arbeitet es kaum. Sie können deshalb nur sehr wenig Linolsäure in Arachidonsäure umwandeln und müssen Arachidonsäure über tierisches Fett aufnehmen. Fehlt Linolsäure, wird das Fell zunächst trocken und stumpf. Später schuppt die Haut, wird fettig und juckt.
Mehr Fischöl hilft dabei nicht automatisch. Weil Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren bei der Katze dasselbe schwache Enzym brauchen, kann sehr viel Omega-3 im Verhältnis zu Omega-6 ungünstig sein. Bei allergischen Katzen wirken Fettsäure-Ergänzungen laut einer Übersichtsarbeit nur gering bis mäßig. Besprich Ergänzungen deshalb mit deiner Tierarztpraxis. Die Grundlage bleibt ein Alleinfuttermittel, also ein Futter, das alle nötigen Nährstoffe enthält, mit viel tierischem Protein. Eine Futterumstellung zeigt sich an Haut und Fell frühestens nach etwa vier Wochen.
Was nicht auf Katzenhaut gehört
Bei der Wahl der Pflege musst du bedenken, dass deine Katze alles abschleckt, was auf ihr Fell kommt. Viele Stoffe, die Menschen und Hunde gut vertragen, sind für Katzen deshalb riskant. Der Katzenleber fehlt weitgehend das Enzym Glucuronyltransferase, mit dem andere Tiere und Menschen Phenole abbauen. Phenole sind chemische Verbindungen, die in vielen ätherischen Ölen stecken. Katzen scheiden sie nur langsam aus und nehmen sie gleich doppelt auf: über die Haut und beim Putzen über das Maul. Teebaumöl löst die meisten gemeldeten Vergiftungen bei Haustieren aus. Die britische Tierschutzorganisation PDSA warnt außerdem vor Pfefferminz-, Zitrus-, Ylang-Ylang-, Lavendel-, Eukalyptus-, Zimt- und Nelkenöl.
Auch Hundeprodukte sind keine Alternative. Viele Floh- und Zeckenmittel für Hunde enthalten Permethrin, ein Insektenschutzmittel, das für Katzen giftig ist. Menschencremes wiederum sind auf den deutlich saureren pH-Wert der Menschenhaut abgestimmt und enthalten oft Duftstoffe. Auf die Haut deiner Katze gehören deshalb nur Produkte, die für Katzen entwickelt wurden, keine ätherischen Öle oder Duftstoffe enthalten und beim Ablecken unbedenklich sind.
So stärkst du die Hautbarriere deiner Katze Schritt für Schritt
Schritt 1: Haut ansehen
Scheitle das Fell an Rücken, Schwanzansatz, Bauch, Achseln und Leiste mit den Fingern. Achte auf Schuppen, Rötungen, Krusten, kahle Stellen und fettige Bereiche. Schwarze Krümel, die sich auf feuchtem Küchenpapier rötlich färben, sind Flohkot, also die Ausscheidungen von Flöhen. Ist die Haut nur trocken und schuppig, machst du mit Schritt 2 weiter. Bei Rötungen, Wunden, Krusten, starkem Juckreiz oder Schuppen, die sich bewegen, gehst du zuerst in die Tierarztpraxis.
Schritt 2: Luftfeuchtigkeit messen
Stell ein Hygrometer, also ein Messgerät für die Luftfeuchtigkeit, in den Raum, in dem deine Katze am meisten liegt. Der Zielwert liegt bei 40 bis 60 Prozent. Über 60 Prozent droht Schimmel. Liegt der Wert darunter, hilft ein Luftbefeuchter ohne Duftöle, den du so aufstellst, dass die Katze ihn nicht umwerfen kann.
Schritt 3: Liegeplatz anpassen
Leg eine Decke auf die Heizungsliege. So liegt deine Katze nicht direkt in der heißesten und trockensten Luft.
Schritt 4: Regelmäßig bürsten
Beim Bürsten verteilst du den Talg im Fell und entfernst Schuppen und lose Haare. Kurzhaarkatzen bürstest du ein- bis zweimal pro Woche, Langhaarkatzen täglich. Eine weiche Bürste oder ein Gummistriegel reicht, solange du in Wuchsrichtung bürstest. Bei älteren und übergewichtigen Katzen übernimmst du damit die Pflege von Rücken und Schwanzansatz, die sie selbst nicht mehr erreichen.
Schritt 5: Auf Baden verzichten
Eine gesunde Katze badest du nicht. Ist eine Stelle verschmutzt, wischst du nur diese Stelle mit lauwarmem Wasser ab und tupfst sie mit einem weichen Tuch trocken.
Schritt 6: Barrierepflege auftragen
Scheitle das Fell und trag eine dünne Schicht Barrierepflege direkt auf die Haut auf. Bleibt das Produkt in den Haaren hängen, erreicht es die Hornschicht nicht.
Schritt 7: Katze kurz ablenken
Die meisten Katzen lecken eine frisch gepflegte Stelle sofort ab. Spiel deshalb ein paar Minuten mit deiner Katze oder gib ihr ein Leckerli. Am besten pflegst du kurz vor dem Füttern oder vor ihrer gewohnten Schlafenszeit.
Schritt 8: Futter prüfen
Prüfe, ob du ein Alleinfuttermittel mit tierischem Fett fütterst. Ergänzungsmittel wie Fischöl besprichst du vorher mit der Tierarztpraxis.
Schritt 9: Verlauf mit Fotos festhalten
Fotografiere alle paar Tage dieselben Stellen bei gleichem Licht. Bessert sich die Haut nach zwei bis drei Wochen nicht, lass die Ursache tierärztlich abklären.
Checkliste: Daran erkennst du eine gute Barrierepflege für Katzen
1. Das Produkt ist für Katzen entwickelt.
2. Der Hersteller gibt an, dass es beim Ablecken unbedenklich ist.
3. Es enthält keine ätherischen Öle und keine künstlichen Duftstoffe.
4. Es enthält Barrierelipide wie Ceramide oder Cholesterin.
5. Es enthält Feuchthaltemittel wie Hyaluronsäure, Glycerin oder Hafer.
6. Sein pH-Wert ist an die Katzenhaut angepasst.
7. Es fettet nicht und verklebt das Fell nicht.
8. Die vollständige Liste der Inhaltsstoffe ist öffentlich.
9. Alkohol steht nicht weit vorn in der Inhaltsstoffliste.
10. Die Verpackung schützt den Inhalt vor Keimen, etwa ein Airless-Spender. Das ist ein Pumpspender, der keine Luft in die Flasche zurücklässt.
11. Der Hersteller nennt Anwendung, Dauer und Grenzen des Produkts.
12. Der Hersteller verspricht nicht, eine tierärztliche Behandlung zu ersetzen.
Doderm Skin RepairGel Cat: barriereorientierte Pflege für empfindliche Katzenhaut
Genau diese Kombination aus Barrierelipiden und Feuchthaltemitteln steckt in unserem Doderm Skin RepairGel Cat. Wir haben es für trockene, empfindliche und zu Allergien neigende Katzenhaut entwickelt und zusätzlich mit Antikörpern aus Kolostrum ergänzt, der ersten Milch der Kuh nach der Geburt:
· Ceramide, Cholesterin und Lecithin liefern Bausteine für die Hautbarriere. Lecithin ist ein Lipid, das in allen Zellwänden vorkommt.
· Hyaluronsäure und Glycerin spenden Feuchtigkeit und versorgen die nützlichen Bakterien des Hautmikrobioms.
· Kolloidaler Hafer lindert Juckreiz.
· Kolostrum-Antikörper wirken gegen Staphylokokken und unterstützen ein ausgeglichenes Hautmikrobiom.
· Medizinischer Honig wirkt gegen Pilzbefall.
· Hamamelis, Ballonrebe und Calendula beruhigen die Haut und unterstützen die Wundheilung.
· Vitamin A, Vitamin E und Panthenol fördern die Erneuerung der Haut. Panthenol ist die Vorstufe von Vitamin B5.
Das Gel enthält kein Kortison, keine Antibiotika, keine synthetischen Konservierungsstoffe und keine künstlichen Duftstoffe. Sein pH-Wert ist an die Katzenhaut angepasst. Es zieht schnell ein, fettet nicht und muss nicht abgedeckt werden. Leckt deine Katze überschüssiges Gel ab, ist das unbedenklich. Auch trächtige Katzen kannst du damit pflegen. Der Airless-Spender enthält 50 ml, nach dem Öffnen ist das Gel sechs Monate haltbar.
So wendest du das Gel an: Reinige die Stelle vor der ersten Anwendung mit lauwarmem Wasser und tupfe sie mit einem sauberen Handtuch trocken. Trag dann zwei- bis dreimal täglich eine dünne Schicht auf. Erste Verbesserungen zeigen sich häufig nach drei bis fünf Tagen. Für eine vollständige Erholung der Haut empfehlen wir zwei bis drei Wochen.
Das RepairGel ist eine Pflege und ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Bei Fieber, tiefen oder entzündeten Wunden und bei anhaltenden Beschwerden gehört deine Katze in die Tierarztpraxis.
Häufige Fragen zur Hautbarriere der Katze
Was ist die Hautbarriere der Katze?
Die Hautbarriere ist die Schutzfunktion der Hornschicht, der äußersten Lage der Haut. Die Hornschicht besteht aus verhornten Zellen, zwischen denen Ceramide, Cholesterin und freie Fettsäuren liegen. Sie hält Wasser in der Haut und Keime und Allergene draußen.
Wie ist die Haut der Katze aufgebaut?
Die Katzenhaut hat drei Schichten: die Unterhaut (Subkutis), die Lederhaut (Dermis) und die Oberhaut (Epidermis). Die Hautbarriere sitzt in der obersten Lage der Oberhaut, der Hornschicht.
Was sind Ceramide und wozu braucht die Katzenhaut sie?
Ceramide sind wachsartige Lipide und die größte Lipidgruppe der Hornschicht. Fehlen sie, verliert die Haut mehr Wasser und trocknet aus. Ceramide in einer Pflege füllen die Lücken zwischen den Hornzellen.
Woran erkenne ich, dass die Hautbarriere meiner Katze gestört ist?
An feinen weißen Schuppen, rauen oder geröteten Stellen, stumpfem Fell und häufigem Kratzen oder Lecken. Oft zeigt sich das zuerst am unteren Rücken, am Bauch, in den Achseln und in der Leiste.
Warum hat meine Katze Schuppen?
Meist fehlen der Haut Lipide, zum Beispiel durch trockene Heizungsluft, ein Futter mit zu wenig tierischem Fett oder ständiges Lecken an denselben Stellen. Weitere Ursachen sind Übergewicht oder Schmerzen, die das Putzen erschweren, Flöhe, Milben, Allergien und Hautinfektionen. Seltener steckt eine Nierenerkrankung, Diabetes oder eine Schilddrüsenüberfunktion dahinter.
Darf ich meine Katze mit Menschencreme eincremen?
Nein. Menschencremes sind auf einen saureren pH-Wert abgestimmt und können Duftstoffe oder ätherische Öle enthalten, die deine Katze beim Putzen aufnimmt.
Hilft Kokosöl gegen trockene Haut bei Katzen?
Belegt ist das nicht. Reines Kokosöl ist in kleinen Mengen nicht giftig, Studien an Katzen fehlen aber. Es macht das Fell fettig, und die Katze leckt es ab. Eine Katzenpflege mit Ceramiden ergänzt dagegen gezielt die Lipide, die der Hornschicht fehlen.
Hilft ein Luftbefeuchter gegen trockene Katzenhaut?
Ja, wenn die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung unter 40 Prozent liegt. Der Zielwert liegt bei 40 bis 60 Prozent. Gib keine Duftöle ins Gerät.
Wie lange braucht die Hautbarriere der Katze, um sich zu erholen?
Mit äußerlicher Pflege siehst du oft nach einigen Tagen erste Verbesserungen. Bis sich die Haut vollständig erholt hat, dauert es meist zwei bis drei Wochen. Eine Futterumstellung wirkt langsamer, frühestens nach etwa vier Wochen.
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