Katze verliert Fell und hat kahle Stellen

Haarausfall und kahle Stellen bei Katzen: Pilz, Milbe, Allergie oder Stress?

Dass deine Katze Haare verliert, ist zunächst normal. Fell erneuert sich ständig, alte Haare fallen aus, neue wachsen nach. Im Frühjahr und Herbst verliert sie beim Fellwechsel deutlich mehr Haare als sonst. Kahle Stellen entstehen dabei aber nicht. Wenn das Fell an einer Stelle dünn wird oder die Haut durchscheint, steckt etwas anderes dahinter.

Die gute Nachricht: Die Ursachen lassen sich gut eingrenzen. Die wichtigste Frage ist, ob die Haare wirklich ausfallen oder ob deine Katze sie sich selbst ausleckt. Denn bei Katzen ist das zweite viel häufiger, als die meisten Halter denken. In diesem Beitrag erfährst du, wie du das unterscheidest, was dir die Lage der kahlen Stelle verrät, welche Ursachen in Frage kommen, woran du Allergie und Stress auseinanderhältst und wann deine Katze zum Tierarzt muss.

Haarausfall bei Katzen: Das Wichtigste in Kürze

·       Beim Fellwechsel verliert deine Katze mehr Haare, bekommt aber keine kahlen Stellen.

·       Die meisten kahlen Stellen bei Katzen sind selbst verursacht: Die Katze leckt sich die Haare aus, häufig unbeobachtet (Laboklin). Kurze, stoppelige Haare sind ein Hinweis darauf.

·       Übermäßiges Lecken ist meist ein Zeichen von Juckreiz. Bei 76 % der Katzen mit vermutetem „Stress-Lecken“ fand sich eine körperliche Ursache.

·       Eine feste Putzzeit, ab der es krankhaft wird, gibt es nicht. Entscheidend ist, ob deine Katze sich mehr putzt als früher und dabei Fell verliert.

·       Runde, schuppige, kahle Stellen an Kopf, Ohren oder Pfoten sind verdächtig für Hautpilz. Er ist auf Menschen übertragbar.

·       Dünnes Fell zwischen Auge und Ohr ist bei vielen Katzen normal.

·       Fellverlust zusammen mit Gewichtsverlust ist ein Warnzeichen, etwa für eine Schilddrüsenüberfunktion.

·       Nach einer Rasur in der Tierarztpraxis kann es bis zu 12 Monate dauern, bis das Fell nachgewachsen ist (Thieme Tiermedizin).

 

Katze haart extrem: Fellwechsel oder Haarausfall?

Viele Halter erschrecken im Frühjahr, wenn sie Haarbüschel auf dem Sofa finden. Der Fellwechsel ist aber ein natürlicher Vorgang: Im Frühjahr weicht das dichte Winterfell, im Herbst wächst ein wärmeres Fell nach. Wohnungskatzen in beheizten Räumen haaren oft das ganze Jahr über gleichmäßiger.

 

Merkmal

Normaler Fellwechsel

Krankhafter Haarausfall

Zeitpunkt

Frühjahr und Herbst

jederzeit

Verteilung

gleichmäßig über den Körper

an bestimmten Stellen oder symmetrisch

Kahle Stellen

nein

ja, Haut scheint durch

Haut

unauffällig

gerötet, schuppig, krustig oder unverändert

Juckreiz

nein

oft ja

Verhalten

normal

mehr Putzen, Kratzen, Unruhe

Allgemeinbefinden

gut

eventuell Gewichtsverlust, Durst, Müdigkeit

Faustregel: Haart deine Katze stark, aber das Fell bleibt überall dicht, ist es meist Fellwechsel. Bürste sie in dieser Zeit täglich, damit sie weniger Haare verschluckt. Sobald Haut durchscheint, ist es kein Fellwechsel mehr.

 

Verliert die Katze Fell oder leckt sie sich kahl?

Das ist die wichtigste Unterscheidung. Laboklin beschreibt, dass viele Katzen sich zum Lecken verstecken, sodass Halter überzeugt sind, das Fell sei ausgefallen. Schätzungen zufolge bleibt dieses Kahllecken in rund 90 % der Fälle unbemerkt.

So machst du den Test zu Hause:

1.       Fühlen: Streiche gegen den Strich über die kahle Stelle. Kurze, stoppelige Haare sprechen für Lecken oder Beißen. Glatte, haarlose Haut eher für echten Haarausfall.

2.       Zupfen: Ziehe ganz sanft an den Haaren am Rand der Stelle. Lösen sie sich mühelos in Büscheln, fallen sie aus. Halten sie fest, wurden sie eher abgeleckt.

3.       Spuren suchen: Haare im Kot, häufigere Haarballen und Haare zwischen den Zähnen deuten auf Lecken hin

4.       Verteilung ansehen: Symmetrisch kahle Stellen an Bauch, Innenschenkeln und Flanken, also dort, wo die Zunge gut hinkommt, sind typisch für Lecken.

In der Tierarztpraxis wird das mit einem Trichogramm geprüft. Die Haare werden unter dem Mikroskop angesehen. Abgebrochene, ausgefranste Spitzen zeigen, dass die Katze sie abgeleckt hat.

Leckt sich deine Katze kahl, ist die Ursache in den meisten Fällen Juckreiz. Was dahintersteckt, erklären wir im Ratgeber Juckreiz bei Katzen.

 

Kahle Stellen bei Katzen am Bauch, an den Hinterbeinen oder über dem Auge: Was bedeutet die Lage?

 

Stelle

Häufige Ursachen

Worauf du achten solltest

zwischen Auge und Ohr, über dem Auge

meist normal: dort ist das Fell bei vielen Katzen von Natur aus dünn

symmetrisch, Haut unauffällig: kein Grund zur Sorge; bei Rötung, Schuppen oder Krusten abklären

Kopf, Ohrränder, Gesicht

Hautpilz, Kopfräude, Ohrmilben, Futtermittelallergie

runde, schuppige Stellen; Juckreiz; Kopfschütteln

Bauch, Innenschenkel

Kahllecken durch Allergie, Blasenentzündung oder Bauchschmerzen

stoppelige Haare, symmetrisch

Hinterbeine, Flanken

Kahllecken bei Allergie, seltener Stress

kurze Haare, oft beidseitig

Rücken, Schwanzansatz

Flohspeichelallergie

kleine Krusten, Flohkot im Fell 

Pfoten

Hautpilz, Herbstgrasmilben, Kontaktreize

Lecken an den Pfoten, rötliche Pünktchen zwischen den Zehen

eine einzelne runde Stelle

Hautpilz, Spot-on-Reaktion im Nacken, frühere Verletzung

ringförmig, schuppig, oft mit Rand

Rasierstelle nach Operation oder Blutabnahme

Haarzyklus braucht Zeit

Nachwachsen kann bis zu 12 Monate dauern

Kahle Stellen am Bauch können übrigens auch bedeuten, dass deine Katze Bauchschmerzen hat, etwa durch eine Blasenentzündung. Sie leckt dann über der schmerzenden Stelle. Achte deshalb auch auf Veränderungen beim Urinieren.

 

Kahle Stellen bei Katzen: Welche Ursachen gibt es?

Kreisrunde kahle Stellen: Hautpilz bei Katzen

Hautpilz ist die Ursache, die du am wenigsten übersehen solltest, weil er ansteckend ist, auch für Menschen. Über 90 % der Fälle verursacht Microsporum canis. Typisch sind runde, kahle, schuppige Stellen von etwa 4 bis 6 cm, bevorzugt an Kopf, Ohren und Vorderpfoten (ABCD Factsheet). Der Juckreiz ist meist gering. Besonders oft sind Kitten, Langhaarkatzen und Katzen aus Mehrkatzenhaushalten betroffen.

Die Sporen bleiben in der Umgebung bis zu einem Jahr infektiös. Die Diagnose stellt die Tierarztpraxis mit Wood-Lampe, Trichogramm und Pilzkultur, wobei die Kultur als Goldstandard gilt. Ein negativer Wood-Test schließt Pilz nicht aus (University of Minnesota). Bei Katzen heilt Hautpilz manchmal innerhalb von 1 bis 3 Monaten von selbst ab, wird wegen der Ansteckungsgefahr aber immer behandelt. Eine Tablettenbehandlung dauert in der Regel mindestens 10 Wochen.

 

Haarausfall bei Katzen durch Milben und Flöhe

Flöhe führen über die Flohspeichelallergie zu Juckreiz und Kahllecken, vor allem am hinteren Rücken und am Schwanzansatz. Milben verursachen kahle Stellen je nach Art an unterschiedlichen Stellen: Kopfräude-Milben an Ohrrändern, Kopf und Hals, Ohrmilben rund um die Ohren, Raubmilben mit vielen Schuppen am Rücken, Demodex-Milben, die bei Katzen selten sind, an Kopf und Hals.

 

Haarausfall bei Katzen durch Allergien

Allergien sind die häufigste Ursache für Juckreiz und damit für Kahllecken. In der Zürcher Studie mit 502 Katzen waren Flohallergie (29 %), Umweltallergie (20 %) und Futtermittelallergie (12 %) die häufigsten Diagnosen. Bei Katzen mit vermutetem psychisch bedingtem Kahllecken fand sich bei 57 % eine Futtermittelreaktion (Waisglass et al. 2006).

 

Haarausfall bei Katzen durch Stress

Stress ist die Ursache, an die Halter am häufigsten denken, aber nicht die häufigste. In der Studie von Waisglass waren nur 10 % der Fälle rein psychisch bedingt, 76 % hatten eine körperliche Ursache (Waisglass et al. 2006). Psychogenes Kahllecken ist eine Ausschlussdiagnose. Sie wird erst gestellt, wenn Parasiten, Allergien und Infektionen ausgeschlossen sind (Today’s Veterinary Practice). Typische Auslöser sind Umzug, neue Tiere oder Menschen, Konflikte mit anderen Katzen und Langeweile. Mehr dazu im Beitrag Stressbedingte Hautprobleme bei Katzen.

Eine Sonderform ist der Haarausfall nach starkem körperlichem Stress, etwa nach einer schweren Krankheit, Narkose oder Geburt. Er tritt typischerweise 1 bis 3 Monate später auf, die Haare fallen dann großflächig und leicht aus.

 

Kahle Stellen durch Schmerzen: Katze leckt die schmerzende Stelle

Katzen lecken oft über schmerzenden Stellen. Kahle Stellen am Bauch können zum Beispiel auf eine Blasenentzündung hindeuten.

 

Katze verliert Fell und magert ab: Hormon- und Stoffwechselerkrankungen

Bei älteren Katzen können innere Erkrankungen hinter Fellveränderungen stecken. Die Schilddrüsenüberfunktion betrifft etwa 10 % der Katzen über 10 Jahre. Typisch sind ungepflegtes Fell, Gewichtsverlust trotz Appetit, Unruhe und mehr Durst (AAFP Guidelines 2016). Manche betroffene Katzen putzen sich auch übermäßig. Bei jungen Katzen sind Parasiten und Allergien häufiger, bei älteren hormonelle Ursachen und Tumoren (Thieme Tiermedizin).

Warnzeichen: Verliert deine Katze Fell und gleichzeitig Gewicht, gehört sie zeitnah in die Praxis. Eine Blutuntersuchung schafft dann Klarheit.

 

Katze verliert Haarbüschel mit Haut

Verliert deine Katze ganze Haarbüschel zusammen mit Hautstückchen, oder reißt die Haut schon beim Streicheln ein, ist das ein ernstes Zeichen. Das kann bei tiefen Hautinfektionen, Pilzbefall oder seltenen, schweren Erkrankungen der Haut vorkommen. Bring deine Katze in diesem Fall am selben Tag in die Praxis und fasse die Stelle nicht weiter an.

 

Katze leckt sich kahl: Allergie oder Stress?

Für dich sieht das Ergebnis gleich aus, ob eine Allergie oder Stress die Ursache ist: Deine Katze leckt sich an Bauch, Innenschenkeln oder Flanken kahl. Der Grund für das Lecken ist aber ein anderer. Eine allergische Katze leckt, weil ihre Haut juckt. Eine gestresste Katze leckt dagegen, weil das Putzen sie beruhigt, und ihre Haut juckt dabei zunächst nicht. Weil Allergien sehr viel häufiger sind, wie die Studien oben zeigen, schließt die Tierarztpraxis sie immer zuerst aus. Vor der Frage nach der Ursache steht aber eine andere: Putzt sich deine Katze überhaupt mehr als normal?

Katze putzt sich ständig: Ab wann ist es krankhaft?

Wie lange sich eine gesunde Katze putzt, lässt sich nicht auf die Minute festlegen. In einer Beobachtungsstudie an fünf Hofkatzen dauerte die Fellpflege im Durchschnitt 3,6 Stunden am Tag (Hairballs in Cats, PMC). Die Juckreiz-Skala der Colorado State University, mit der Tierärzte das Putzen einstufen, nennt dagegen bis zu etwa einer Stunde Lecken am Tag als normal für eine Katze ohne Juckreiz. Die beiden Werte messen Unterschiedliches: Die Studie hat die gesamte Fellpflege von nur fünf Katzen erfasst, die Skala ist ein Richtwert für die Praxis. Für dich zählt deshalb weniger die Uhr als die Veränderung. Putzt sich deine Katze mehr als früher, und sieht man das an ihrem Fell?

Genau danach richtet sich die Juckreiz-Skala. Sie teilt das Lecken in sechs Stufen ein, und jede Stufe über „normal” deutet auf Juckreiz hin (Colorado State University):

 

Stufe

Was du beobachtest

Folgen für das Fell

normal

Deine Katze leckt sich bis zu etwa einer Stunde am Tag.

keine kahlen Stellen

1: leicht, gelegentlich

Sie putzt sich mehr als früher.

kein Haarverlust

2: leicht, aber häufig und lang

Sie putzt sich nie beim Fressen, Schlafen oder Spielen, zieht sich zum Putzen aber gelegentlich zurück.

selten Haarverlust

3: mäßig

Sie zieht sich oft zurück und wacht manchmal auf, um sich zu putzen, unterbricht dafür aber nie das Fressen oder Spielen.

oft Haarverlust

4: stark

Sie wacht auf oder unterbricht Fressen und Spielen, um sich zu lecken, und versteckt sich sehr oft.

sehr häufig Haarverlust

5: fast ununterbrochen

Sie leckt sich sogar beim Tierarztbesuch oder versteckt sich ständig.

immer Haarverlust, oft auch Hautverletzungen

Spätestens ab Stufe 2, wenn das Lecken Haare kostet, ist es kein normales Putzen mehr und gehört tierärztlich abgeklärt. Notiere die Stufe vor dem Termin. So kann die Praxis das Verhalten einschätzen, auch wenn sich deine Katze dort nicht putzt.

Allergie oder Stress: Woran erkennst du den Unterschied?

Ganz sicher erkennst du die Ursache zu Hause nicht. Einige Beobachtungen helfen dir und deiner Tierarztpraxis aber, sie einzugrenzen:

Beobachtung

Spricht eher für eine Allergie oder andere körperliche Ursache

Spricht eher für Stress

Haut unter der kahlen Stelle

Die Haut ist oft gerötet, hat Krusten oder kleine Knötchen.

Die Haut ist meist unauffällig, solange die Katze sie nicht wundleckt.

Andere Körperstellen

Die Katze kratzt sich zusätzlich an Kopf, Hals oder Ohren.

Die Katze leckt nur, sie kratzt sich nicht.

Beginn

Das Lecken beginnt schleichend. Eine Futtermittelallergie kann in jedem Alter auftreten.

Das Lecken beginnt kurz nach einer Veränderung im Alltag, etwa einem Umzug oder einem neuen Tier.

Weitere Anzeichen

Bei einer Futtermittelallergie kommen manchmal Erbrechen oder Durchfall hinzu.

Die Katze uriniert oder kotet außerhalb des Katzenklos .

Lebensumstände

Auch andere Tiere im Haushalt kratzen sich, was für Flöhe oder Milben spricht.

Die Katze lebt in der Wohnung mit anderen Katzen zusammen. Siam- und andere Orientalen-Katzen sind häufiger betroffen.

Juckreizhemmende Medikamente

Das Lecken lässt deutlich nach.

Das Lecken bleibt gleich.

Diese Hinweise ersetzen aber keine Untersuchung. In der Studie von Waisglass war die Haut bei sechs Katzen unter dem Mikroskop völlig unauffällig, und trotzdem hatten vier von ihnen eine körperliche Ursache (JAVMA, Waisglass et al. 2006). Eine ruhige Haut beweist also nicht, dass Stress die Ursache ist. Hinzu kommt, dass Stress und eine Allergie auch gleichzeitig auftreten können, denn Stress kann eine bestehende Hautreizung verstärken. Wie du deiner Katze im Alltag mehr Ruhe gibst, liest du im Beitrag Stressbedingte Hautprobleme bei Katzen.

Warum lecken sich Katzen im Winter häufiger kahl?

Im Winter verbringen Katzen mehr Zeit in der geheizten Wohnung, und dort finden Flöhe und Hausstaubmilben auch in der kalten Jahreszeit gute Bedingungen. Viele Katzenhalter setzen den Flohschutz im Herbst trotzdem ab, weil sie Flöhe für ein Sommerproblem halten. In der warmen Wohnung entwickelt sich aus einem Floh-Ei aber auch im Winter in etwa zwei Wochen ein neuer Floh (ESCCAP), und auch die britische Tierschutzorganisation RSPCA weist darauf hin, dass die Zentralheizung Flöhe im Winter fördert (RSPCA). Für eine flohallergische Katze bedeutet das: Fehlt der Schutz, kommt der Juckreiz zurück.

Ähnlich ist es bei Hausstaubmilben, dem häufigsten Auslöser einer Umweltallergie bei Katzen (University of Minnesota). Sie leben in Polstern, Decken und Katzenkörben, und in der Heizperiode nehmen die Beschwerden bei Milbenallergikern häufig zu.

Außerdem bewegen sich Katzen im Winter weniger, und auch Freigänger bleiben öfter drinnen. Katzen, die sich wenig bewegen und nur in der Wohnung leben, bekommen häufiger eine Blasenentzündung. Weil diese Entzündung schmerzt, leckt sich deine Katze dann womöglich den Unterbauch kahl, wie oben beim Abschnitt zu Schmerzen beschrieben. Leckt sie sich im Winter plötzlich mehr, prüfe deshalb zuerst den Flohschutz und achte darauf, ob sie häufiger oder mit Mühe uriniert.

Haarausfall und kahle Stellen bei Katzen: Wann zum Tierarzt?

Kein akuter Handlungsbedarf:

·       deine Katze haart im Frühjahr oder Herbst stark, das Fell bleibt aber überall dicht

·       dünnes Fell zwischen Auge und Ohr, symmetrisch, ohne Rötung oder Schuppen

·       Rasierstelle nach einer Operation, die langsam nachwächst

Zeitnah zum Tierarzt:

·       eine oder mehrere kahle Stellen, die neu sind oder größer werden

·       runde, schuppige Stellen, besonders wenn Menschen im Haushalt juckende, gerötete Hautstellen bekommen

·       kurze, stoppelige Haare an Bauch, Innenschenkeln oder Hinterbeinen

·       Juckreiz, Krusten, Rötung oder Schuppen an der kahlen Stelle

·       Fellverlust und gleichzeitig Gewichtsverlust, mehr Durst oder Erbrechen

·       deine Katze leckt sich den Bauch kahl und geht häufig aufs Klo

Am selben Tag:

·       Fell reißt mit Hautstückchen aus

·       offene, nässende oder blutige Stellen

·       Fieber, Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit

 

Wie wird Haarausfall bei Katzen diagnostiziert und behandelt?

Die Tierarztpraxis beginnt mit einem ausführlichen Gespräch und einer Untersuchung von Haut und Fell. Typische Schritte sind Trichogramm, Hautgeschabsel und Klebebandabklatsch, Wood-Lampe und Pilzkultur, Zytologie und bei älteren Katzen eine Blutuntersuchung. Bei Verdacht auf Allergie folgen eine konsequente Flohbehandlung und eine Ausschlussdiät über mindestens 8 Wochen (Olivry et al. 2015).

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Wird sie beseitigt, wächst das Fell in der Regel nach. Das braucht Geduld, denn der Haarzyklus der Katze ist langsam und das Nachwachsen kann viele Monate dauern. Mit welchen Kosten du rechnen musst, hängt vom Umfang ab. Für eine umfassende dermatologische Abklärung nennt Santévet 150 bis 400 Euro oder mehr (Santévet).

 

Katze verliert viel Fell: Was kann man selbst tun?

·       Beobachten und dokumentieren: Fotografiere die Stelle wöchentlich, notiere Putzverhalten, Haarballen und Futter

·       Bürsten: Im Fellwechsel täglich, damit weniger Haare verschluckt werden und du Veränderungen früh bemerkst

·       Flöhe ausschließen: Flohkamm-Test, katzengeeignete Prophylaxe nach Rücksprache, niemals Hundemittel mit Permethrin (PMC)

·       Hygiene bei Pilzverdacht: Hände waschen, Kinder nicht mit der Katze kuscheln lassen, Liegeplätze heiß waschen und saugen, bis die Diagnose steht

·       Stress reduzieren: feste Routinen, Rückzugsorte, Spiel, ausreichend Ressourcen in Mehrkatzenhaushalten

·       Haut schützen: Bei aufgeleckter, gereizter Haut kann ein weicher Body helfen, damit die Stelle zur Ruhe kommt

 

Doderm Skin RepairGel Cat: Pflege für kahle und gereizte Hautstellen

Kahl geleckte Haut ist oft gerötet, trocken und empfindlich. Das Doderm Skin RepairGel Cat unterstützt mit Ceramiden, Hyaluronsäure, Glycerin und kolloidalem Hafer die Hautbarriere und beruhigt gereizte Stellen. Es ist frei von Kortison, Antibiotika und Duftstoffen und unbedenklich, wenn deine Katze es ableckt. Es ist eine Pflege und ersetzt keine tierärztliche Behandlung. Bei Verdacht auf Hautpilz, bei Parasiten oder bei Fellverlust mit Gewichtsverlust steht die Diagnose an erster Stelle.

 

 

Häufige Fragen zu Haarausfall und kahlen Stellen bei Katzen

Warum hat meine Katze kahle Stellen?

Am häufigsten, weil sie sich die Haare wegen Juckreiz ausleckt. Dahinter stecken meist Allergien oder Parasiten. Weitere Ursachen sind Hautpilz, Schmerzen, Stress und Stoffwechselerkrankungen.

 

Meine Katze haart extrem, was tun?

Prüfe, ob das Fell überall dicht bleibt. Dann ist es meist Fellwechsel, und tägliches Bürsten hilft. Entstehen kahle Stellen, juckt es oder verliert deine Katze an Gewicht, lass sie untersuchen.

 

Ist eine kahle Stelle über dem Auge bei Katzen normal?

Meist ja. Zwischen Auge und Ohr ist das Fell bei vielen Katzen dünn. Ist die Haut gerötet, schuppig oder krustig, oder ist die Stelle neu, lass sie ansehen.

 

Woran erkenne ich Hautpilz bei meiner Katze?

An runden, kahlen, schuppigen Stellen, häufig an Kopf, Ohren und Vorderpfoten, oft ohne starken Juckreiz. Sicher feststellen kann das nur die Tierarztpraxis mit einer Pilzkultur.

 

Meine Katze verliert Fell und magert ab, was bedeutet das?

Das kann auf eine innere Erkrankung hindeuten, bei älteren Katzen zum Beispiel auf eine Schilddrüsenüberfunktion. Lass deine Katze zeitnah untersuchen.

 

Wie lange dauert es, bis das Fell bei Katzen nachwächst?

Je nach Ursache und Stelle Wochen bis Monate. Nach einer Rasur kann es bis zu 12 Monate dauern.

 

Kann Stress Haarausfall bei Katzen auslösen?

Ja, auf zwei Wegen: durch übermäßiges Putzen und, nach starkem körperlichem Stress, durch einen verzögerten Haarausfall 1 bis 3 Monate später. Stress sollte aber erst angenommen werden, wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen sind.

 

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