Mauke gehört zu den häufigsten Hautproblemen bei Pferden, vor allem in den feuchten Herbst- und Wintermonaten. Die Hauterkrankung betrifft in der Regel den Fesselbereich, kann aber auch weiter nach oben wandern. Sie ist nicht nur unschön anzusehen, sondern kann für dein Pferd sehr schmerzhaft sein. In diesem Artikel erfährst du, was Mauke genau ist, wie sie entsteht und welche Behandlung wirklich hilft.
Was ist Mauke?
Mauke, auch Fesseldermatitis, bezeichnet eine Entzündung der Haut in der Fesselbeuge, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Grundsätzlich wird zwischen zwei Formen der Mauke unterschieden:
Trockene Mauke
Die trockene Mauke ist die häufigste und milde Form der Entzündung in der Fesselbeuge am Pferdebein. Sie äußert sich mit Rötungen, Schuppen, trockener Krustenbildung und kahlen Stellen. Sind Kontaktallergien oder ein Ektoparasitenbefall die Ursache, kommt meist noch ein starker Juckreiz dazu.
Nässende Mauke
Die nässende Mauke, exsudativen Form, betrifft auch tiefere Hautschichten. Die Haut zeigt sich stark gerötet, mit nässenden Hautausschlägen und teils eitriger Krustenbildung.
Warzenmauke ist dagegen keine Mauke
Bleibt die Mauke unbehandelt, wird die Entzündung chronisch. Diese chronische Form wurde früher als Warzenmauke bezeichnete. Mittlerweile wird sie aber nicht mehr zur Mauke gezählt, weshalb die Bezeichnung inzwischen eigentlich falsch ist. Die chronische Form, Chronisch Progressiven Lymphödem (CPL), betrifft das Lymphsystem der Pferde. Es wird vermutet, dass es sich hierbei um eine genetische Erkrankung handelt, die sich im Laufe des Lebens entwickelt. Wie bei der echten Mauke äußert sich das CPL mit rissiger und schuppiger Haut, Wunden und Krustenbildung. Doch die Mauketherapie schlägt hier nicht an. Stattdessen wird die Entzündung immer größer und kann sich zuweilen bis zum Karpal- oder Sprunggelenk ausdehnen.
Deswegen sollte grundsätzlich bei einer undgewöhnlichen Entzündung in der Fesselbeuge der Tierarzt geholt werden.
Ursachen von Mauke bei Pferden
Mauke entsteht oft durch die Verkettung mehrerer Faktoren, wodurch am Ende Milben, Bakterien oder Pilze in die geschädigte Haut der Fesselbeuge dringen und eine Entzündungen auslösen können:
- Auslöser sind in der Regel Feuchtigkeit und Schlamm. Steht dein Pferd oft bis zur Fesselbeuge im Schlamm seines Paddocks, weicht die Nässe die Haut auf, es entstehen kleine Risse, die die Eintrittspforten für Milben oder Bakterien sind.
- Ist das Hautmikrobiom bereits so weit geschädigt, ist die natürliche Abwehr gegen weitere Infektionen geschwächt.
Bei einer Kontaktdermatitis sind die Entzündungen eine Reaktion auf diverse Umweltfaktoren. Etwa Sonnebrand oder Insektenstiche. Aber auch bestimmte Pflanzen, Kot, Urin oder andere Einflüsse können die Ursache sein. Gleiches gilt für übermäßiges Waschen der Beine, was bei anfälligen Pferderassen zu Mauke führen kann.
Welche Pferderassen sind anfällig für Mauke?
Mauke kann jedes Pferd bekommen. Doch es gibt Pferderassen, die sind anfälliger für das Fesselekzem als andere. Das gilt vor allem für Pferde mit dichtem Fesselbehang sowie schwere Pferderassen, darunter vor allem Kaltblüter, Friesen sowie Irish Cobs beziehungsweise Tinker. So ergab eine Untersuchung an 912 Kaltblutpferden:
- Rheinisch-Deutsche Kaltblüter sind mit 96,1%,
- Schleswiger Kaltblüter mit 86,0% und
- Sächsisch-Thüringische Kaltblüter mit 84,3% besonders häufig betroffen.
Zusätzlich steigt das Risiko bei Pferden mit weißen Abzeichen an der Fessel. In einer großen Untersuchung bei Freibergern waren Beine mit weißen Abzeichen 2,6-mal häufiger von Mauke betroffen als vollständig pigmentierte Beine.
Mauke beim Pferd: Symptome erkennen
Typische Anzeichen von Mauke sind:
- Rötung und Schwellung im Fesselbereich
- Krusten, Krustenbildung, Haarausfall und Hautrisse
- Nässende oder eitrige Stellen
- Empfindlichkeit oder Lahmheit
Je früher du die Symptome erkennst, desto leichter lässt sich Mauke behandeln.
Behandlung von Mauke: Welche Mittel gibt es?
Bei Mauke gibt es nicht die Salbe für alle Fälle. Entscheidend ist, die Bereiche in der Fesselbeuge vor Nässe und Entzündung zu schützen. Wichtig ist daher im ersten Moment:
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Beine vor Nässe und Schmutz schützen.
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Haare, gerade bei dichtem Behang wie bei Friesen oder Tinker, an der Fesselbeuge entfernen, damit Luft an die Haut kommt und sie trocken bleibt.
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Krusten niemals trocken abreißen. Sie müssen vorher eingeweicht werden. Sonst entstehen neue Hautverletzungen.
Zur anschließenden Behandlung gibt es unter anderem folgende Mittel
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Allgemein gilt: Viele Produkte und Maukensalben enthalten Mineralöle, die eine Schicht auf der Haut bilden und die natürliche Hautfunktion beeinträchtigen können.
Doderm Skin RepairGel bei Mauke: Leichte Pflege statt stark fettender Salbenschicht
Bei Mauke braucht die Haut eine Pflege, welche die natürliche Schutzschicht stärkt und wieder aufbaut. Dabei darf die Salbe aber gerade bei feuchten oder krustigen Hautveränderungen die betroffene Stelle nicht zusätzlich durch eine dicke, stark fettende Salbenschicht belasten. Denn das Wichtigste bei Mauke ist, dass die Haut frei atmen kann.
Dafür haben wir das Doderm Skin RepairGel Horse entwickelt. Es ist ein leicht verteilbares Hydrogel zur Pflege gereizter, krustiger oder oberflächlich nässender Haut. Es ist frei von Antibiotika, Kortison und synthetischen Konservierungsstoffen. Stattdessen setzt es auf die natürliche Stärkung der Hautbarriere mit Kolostrum-Antikörpern, Ceramide, kolloidalen Hafer, medizinischen Honig, sowie Calendula, Hamamelis und Ballonrebe.
Warum kann das Gel bei Mauke helfen?
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Das Gel lässt sich dünn verteilen, zieht schnell ein und verhindert kein Abtrocknen der Haut. Etwas, was gerade bei aktiver, feuchter Mauke ist das wichtig.
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Ceramide, Hyaluronsäure, Glycerin und Panthenol werden zur Unterstützung von Feuchtigkeitshaushalt und Hautbarriere eingesetzt.
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Das Skin Repair Gel ist keine antibiotische oder kortisonhaltige Salbe.
- Das Skin Repair Gel wird vorsichtig auf die vollständig gereinigte und trockene Stelle zwei- bis dreimal täglich dünn aufgetragen. Bis zur ersten sichtbaren Besserung können, abhänging von der Stärke der Entzündung, drei bis fünf Tage vergehen.
Behandlung von Mauke: Schritt-für-Schritt
- Reinigung: Die betroffene Stelle vorsichtig säubern, ohne die Haut zusätzlich zu reizen.
- Trocknung: Beine möglichst trocken halten, nasse Einstreu und schlammige Koppeln vermeiden.
- Pflege: Sanfte, hautschonende Produkte verwenden, die die Hautbarriere unterstützen.
- Schutz: Die Haut vor weiterer Feuchtigkeit und Reibung schützen.
- Tierärztliche Hilfe: Bei starker oder fortschreitender Mauke immer den Tierarzt hinzuziehen.
Wusstest du schon? Die Hautbarriere deines Pferdes ist der wichtigste Schutz vor Bakterien und Pilzen. Wird sie geschwächt, können Erreger leicht eindringen und Entzündungen verursachen. Eine gezielte Pflege kann nicht nur die Heilung und Regeneration der Haut beschleunigen, sondern auch das Risiko für erneutes Auftreten verringern.
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